Wird The Witcher 3 das „bessere“ Skyrim?

By Mallefitz
In Games
Aug 22nd, 2013
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Kaum ein Spiel konnte mich so fesseln wie Skyrim, dabei ist der jüngste Elder Scrolls Titel alles andere als perfekt – anders gesagt, Skyrim sollte so viel besser sein. Schaue ich mir meine Liste mit den größten Patzern an, dann fällt mir eines auf, The Witcher 3 könnte und will es in allen Bereichen besser machen.

Fangen wir mit unserem Helden an. In Skyrim basteln wir einen Charakter zusammen, geben ihm einen Namen, aber das war es schon. Unser Charakter ist eine Marionette. In Dialogen ist er stumm, und von einer Gesprächsdynamik kann keine Rede sein. Geralt von Riva hingegen ist ein Charakter mit Ecken und Kanten. Er hat Profil, eine Geschichte und Ziele, die er in den bisher zwei veröffentlichten Witcher-Spielen verfolgt. Dialoge sind aufwändig inszeniert, packend und immer für eine Überraschung gut.

Weiter geht es mit der Spielwelt. Skyrim ist mächtig, offen und rieeesig. The Witcher 2 hingegen spielt in unterschiedlichen Regionen der Welt, jedoch nur auf geschlossenen Maps. Dafür war schon die Grafik im letzten Witcher Teil deutlich besser und vielseitiger als die Kulisse von Himmelsrand. Alleine ein Besuch in Flotsam und der umliegenden Waldregion hat deutlich mehr Flair als vergleichbare Städte in Skyrim. In The Witcher 3 erwartet uns eine offene Spielwelt, die nochmals größer als Skyrim sein soll.

Die ersten Screenshots sehen mehr als vielversprechend aus.

Grafik ist nicht alles, denn obwohl uns im dritten und letzten Teil der Hexer-Trilogie die wohl zu dieser Zeit beste Grafik in einem RPG erwartet, wollen die Entwickler auch bei der Story deutlich mehr abliefern als die überschaubaren Handlungsstränge in Skyrim. Ein Feature sticht hier besonders raus – Entscheidungen & Auswirkungen. In Skyrim gibt es kaum entscheidende Momente. Wir arbeiten unsere Quest ab, und selten wirkt sich dies auf die Spielwelt aus. Der Hexer hingegen entscheidet, ob ein Dorf niedergebrannt oder gerettet wird. Die Spielwelt soll dabei in direktem Zusammenhang mit den Entscheidungen des Spielers stehen. Uns erwarten 3 komplett unterschiedliche Enden mit 36 Story-Varianten.

Zuletzt will ich noch das Gameplay ansprechen. Das Skyrim Kampfsystem ist Mittel zum Zweck. Zwar habe ich eine große Vielfalt an Waffen und Kampfelementen, aber Kämpfe laufen meist gleich ab und sind selten herausfordernd. Boss-Begegnungen sind wenig abwechslungsreich. In The Witcher 2 hatte ich deutlich mehr Spaß im Kampf – auch weil die Kämpfe dort kniffliger und vielseitiger sind. Ich erinnere mich noch an den Kampf im ersten Akt gegen den Kraken. Damit habe ich einen halben Tag verbracht. In Skyrim ist mir sowas nach 150 Stunden Spielzeit nicht begegnet.

Okay, noch wissen wir nicht, wie The Witcher 3 am Ende sein wird. Die Erfahrungen der ersten Teile lassen jedoch hoffen, und was man bisher gesehen hat, überzeugt. Wenn der Hexer sich nochmals steigern kann und der dritte Teil seine open-World Versprechen hält, dann kann der Dragonborn einpacken. Ich bin sehr gespannt und werde mich bis zum Release mit Elder Scrolls Online bei Laune halten. 2014 wird mein RPG Jahr, 2014 wird OWSM!