The Worlds End … is near

By Marco
In Film
Sep 21st, 2013
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Endlich ist es soweit! Der letzte Teil der Blood-and-Ice-Cream-Trilogie (oder auch der Cornetto Saga) ist in den Kinos gestartet. Das Kult-Trio Simon Pegg, Nick Frost und Regisseur Edgar Wright lassen wieder ordentlich die Fetzen fliegen in einer Komödie, die den vorangegangen Werken Shaun of the Dead und Hot Fuzz in nichts nachsteht.

Sauftour bis zum Ende der Welt

Der Film lebt von seiner Geschichte, deshalb werde ich nur den Grundriss, der auch im Trailer verraten wird, skizzieren. Den wahren Kern der Geschichte lasse ich außen vor. Immerhin wisst Ihr jetzt, dass es einen wahren Kern gibt.

Gary King ist ein totaler Versager, für den die Zeit am Abend des letzten Schultages stehenblieb. An diesem Abend war er mit seiner alten Clique in seinem Heimatkaff Newton Haven unterwegs und versuchte die „Goldene Meile“ zu beenden: Eine Tour durch alle zwölf Kneipen der Stadt mit dem Ziel in jedem Pub ein Bier zu trinken. Die Tour brachten sie als Jugendliche nicht zu Ende, aber der Abend war für Gary so gut, dass er ihm bis heute hinterhertrauert und den Entschluss fasst die Tour noch einmal zu versuchen und dieses Mal auch zu beenden. Mit List und Tücke sammelt er den Rest der Gruppe zusammen, die mittlerweile alle ein erfolgreiches und geordnetes Leben führen und von ihrem alten King nichts mehr wissen wollen.

Der Film erzählt zu Anfang eine Geschichte über Zusammenhalt, Freundschaft und das Erwachsenwerden. Später spielen auch Freiheit und Globalisierung eine Rolle. Den abstrusen Witz von Hot Fuzz erreicht The World´s End nicht mehr. Was jetzt nicht heißt der Film wäre nicht komisch. Er ist mehr wie Shaun of the Dead und das nicht nur vom Humor her, sondern auch die Geschichte hat viele Parallelen. Selbst die Moral und die satirischen Seitenhiebe auf die Gesellschaft sind sehr ähnlich. Kritisch betrachtet, vielleicht zu ähnlich.

Der Humor ist britisch pechschwarz und zündet bei einigen Gags erst im Nachhinein. Viele Running-Gags („Vanessa? Wer ist denn Vanessa?“) würzen den Film, dazu werden einige Elemente aus den anderen Filmen der Cornetto-Saga übernommen oder wieder aufgegriffen. Der Gag mit dem umfallenden Zaun kam nicht zum ersten Mal zum Einsatz.

Schauspielerisch ist der Film gewohnt souverän. Pegg und Frost sind mittlerweile Garanten in diesem Genre und harmonieren auch in diesem Film wieder hervorragend. Simon Pegg hat einfach das Talent unglaublich lustig zu sein. Witzig sind auch einige der Gastauftritte. Wie kann man einen britischen Film noch britischer machen als durch Simon Pegg und Nick Frost? Na mit Pierce Brosnan zum Beispiel. Leider erkennt man Bill Nighy nicht so gut in der deutschen Fassung, da nur seine Stimme im Film vorkommt – oder im Fall der deutschen Fassung die Synchronstimme von Bill Nighy.

Fazit

Es fällt schwer über diesen Film zu schreiben, ohne zuviel zu verraten. Schaut ihn euch am Besten selbst an. Jeder, der gerne britische Komödien sieht, am besten die anderen Filme des Trios kennt und mochte, wird hier sehr gut unterhalten. Einzig die vielleicht zu große Nähe zu Shaun of the Dead kann man vielleicht negativ werten. Aber wer würde schon Shaun of the Dead negativ bewerten?