Two Dots: Weg mit den Punkten!

By Jörg
In Games
Aug 27th, 2015
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An dieser Perlenschnur arbeiten wir uns die Level entlang.

Dots, vor einiger Zeit für iOS-Geräte erschienen, ist ein eher simples Spiel. 6×6 Punkte in verschiedenen Farben liegen auf einem quadratischen Spielfeld. Der Spieler kann vertikal und horizontal (nicht aber diagonal) gleichfarbige Punkte verbinden, die dann tetrisartig verschwinden, während die leer gewordenen Felder von nachfallenden Punkten ausgefüllt werden. Als Schmankerl verschwinden alle Punkte einer Farbe, wenn es einem gelingt, Punkte in einem Viereck zu verbinden. Nach 60 Sekunden ist Schluss und es wird abgerechnet. Je mehr Punkte man verwischt hat, desto höher fällt der Score aus.

Das ist für einige Runden ganz spaßig, verliert aber doch spätestens nach 1-2 Stunden seinen Reiz. Dass das Spielprinzip aber dennoch für einen Zeitkiller in Angry-Birds-Größenordnung gut ist, zeigt der Nachfolger „Two Dots“. Das Spielprinzip ist das Gleiche wie bei Dots. Mehr als gleichfarbige Punkte zu verbinden und damit zu entfernen ist handwerklich nicht zu tun.

Anfangs ist das nicht weiter schwer ...

Anfangs sind die Level nicht weiter schwer …

Gedanklich dagegen schlagen wir bald Purzelbäume. Denn Two Dots tauscht das hektische Gewische unter Zeitdruck gegen gründliches Planen und Strategie. Statt 60 Sekunden haben wir jetzt immer eine bestimmte Anzahl Züge, für die wir beliebig lange brauchen dürfen, und statt des immer gleichen 6×6-Feldes gibt es in 420 Leveln (werden mit Updates regelmäßig mehr) stets neue Anordnungen von Punkten, oft mit Wänden mitten auf dem Spielfeld. Auch die Ziele, die wir mit unseren limitierten Zügen schaffen sollen, variieren. Mal sollen wir 55 grüne und 55 blaue Punkte in 10 Zügen wegwischen, mal 12 Anker versenken, mal 15 Feuer löschen, mal 25 Eis aufbrechen.

Anker? Feuer? Eis? Ja, Two Dots führt nach und nach neue „Punktearten“ ein, ähnlich wie es bei Angry Birds immer neue Vögel mit immer neuen Spezialfertigkeiten gibt. Anker etwa rutschen von oben über das Spielfeld und unten wieder hinaus, können aber nicht selber weggewischt werden. Ihr müsst ihnen also den Weg freiwischen. Feuer-Punkte stecken benachbarte Punkte an und breiten sich so nervig aus. Also schnell löschen, indem man um sie herum andere Punkte verwischt. Der „Windzug“ löscht die Feuer. Eis wiederum lässt sich nur aufschlagen, wenn Ihr Punkte auf dem vereisten Feld dreimal verwischt.

Im Lauf der 420 Level gibt es noch zig weitere Punktearten. Bomben, Schalter, Sperren und und und. Das Spielerlebnis bleibt so bis zum Ende frisch und erfordert immer wieder neue Spiel-Ansätze. Und spätestens wenn wir auf einem engen Feld mit vielen Wänden, das kaum Vierecke zulässt, in 15 Zügen 8 Anker versenken, 12 Eisblöcke aufbrechen und 6 Feuer löschen sollen, die noch dazu von zig Sperren abgeschottet werden, qualmt der Kopf ordentlich. Dennoch bleiben die Level meistens fair, lediglich etwa 15-20 der 420 Level waren wirklich frustig und wurden von mir nach zig Versuchen irgendwann gefühlt eher zufällig gelöst.

... später wird es aber zunehmend komplex.

… später wird es aber zunehmend komplex.

Für mehr Frust als das Spielprinzip sorgt da eher der F2P-Ansatz. 5 Leben = 5 Versuche für einen Level habt ihr, danach ist warten angesagt. Nur alle 20 Minuten regeneriert sich ein Leben, es seid enn, Ihr füllt den Lebensbalken für 99 Cent wieder komplett. Außer Leben könnt Ihr Euch auch diverse Booster kaufen, die Euch das Leben erleichtern. All dies kostet meiner Ansicht nach deutlich zu viel Geld, ist aber zum Bestehen der Level letztlich nicht nötig – sofern Ihr geduldig bleibt.

Da „Two Dots“ ohne Grundkosten installiert werden kann, gibt es eigentlich keinen Grund, dem Spiel nicht mal eine Chance zu geben. Jetzt auf einem iOS- oder Android-Gerät Eurer Wahl.